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Personenbeförderungsschein

Einleitung Ratgeber Personenbeförderungsschein

In Deutschland unterliegt die Beförderung von Personen bestimmten Regelungen. Privat können so viele Personen im Fahrzeug transportiert werden, wie gesetzlich zugelassen sind, für den gewerblichen Bereich hingegen gelten andere Regelungen.

Das bedeutet: wer gewerblich Personen befördert, sei es als Angestellter eines Betriebs oder als selbständig Tätiger, der benötigt neben dem normalen Führerschein zudem einen Personenbeförderungsschein.

Definition Personenbeförderungsschein

  Ein Führerschein zur Fahrgastbeförderung wird immer dann benötigt, wenn die Personenbeförderung nicht im privaten Bereich und damit unentgeltlich stattfindet. Das heißt:  

  • wer als angestellter oder freiberuflicher Mietwagenfahrer gegen Gehalt oder Honorar tätig wird,
  • wer Taxi fährt,
  • wer Pkw im Ausflugsverkehr (gewerblich!) fährt,
  • wer einen Pkw im Linienverkehr führt,
  • oder wer ihm Rahmen seines Freiwilligendienstes Personen befördert,
  • als Krankenwagenfahrer arbeiten möchte,
  • im Schülerverkehr tätig sein möchte,
  • oder wer die Beförderung von Behinderten vornehmen möchte,

  benötigt einen Personenbeförderungsschein.  Das heißt, für die gewerbliche Personenbeförderung gibt es eine bundeseinheitliche Regelung, die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung. Je nach Bundesland ist im Personenbeförderungsschein zudem ein Passfoto erforderlich.  Bei privaten Fahrten mit dem Führerschein Klasse B dürfen bis zu acht Personen mitfahren, plus Fahrer. Bei privaten Fahrten mit mehr als neun Personen plus Fahrer wird kein Personenbeförderungsschein benötigt, dafür sind dann, je nach Personenanzahl die Führerscheinklassen D oder D1 erforderlich.

Personenbeförderungsschein Kosten

Wie jede Art von Führerschein, so ist auch der Personenbeförderungsschein nicht kostenlos.

Folgende Kosten fallen an für den Führerschein zur Fahrgastbeförderung:

  • Die Antragstellung und Bearbeitung
  • Das Führungszeugnis
  • Die augenärztliche Untersuchung
  • Die ärztliche Eignungsbescheinigung
  • Und ab dem 60. Lebensjahr für das Leistungspsychologische Gutachten

Je nach Behörde können die Kosten für Antragstellung und Bearbeitung beim Personenbeförderungsschein unterschiedlich hoch sein. Das Führungszeugnis kostet derzeit 13 Euro und muss bei der Antragstellung gleich mitbezahlt werden, da diese von der ausstellenden Behörde selbst beantragt wird.

Der Nachweis über die Sehfähigkeit durch die augenärztliche Untersuchung kostet im Moment 55 Euro. Für die ärztliche Eignungsbescheinigung muss mit Kosten um die 160 Euro gerechnet werden. Der Auszug aus dem Verkehrszentralregister, der ebenfalls als Nachweis für die Eignung zum Erhalt des Personenbeförderungsscheins erbracht werden muss, ist hingegen kostenfrei.

 

 Inhalt des Personenbeförderungsscheins

 

Der Führerschein zur Fahrgastbeförderung, wie der Personenbeförderungsschein auch genannt wird, gewährt dem Inhaber das Recht, die Beförderung von Fahrgästen vorzunehmen.

Personenbeförderungsschein auch für den Mietwagen

Das heißt: egal ob angestellter oder freiberuflicher Mietwagenfahrer, Taxifahrer, gewerblicher Fahrer im Ausflugsverkehr mit Pkw, Pkw-Fahrer im Linienverkehr, Personenbeförderer im Freiwilligendienst, Krankenwagenfahrer, Fahrer im Schülerverkehr oder Fahrer bei der Beförderung von Behinderten – überall hierfür ist eine amtliche Erlaubnis erforderlich, der Personenbeförderungsschein.  Der Führerschein für Fahrgastbeförderung stellt deshalb einen wichtigen Nachweis darüber dar, ob ein Fahrzeugführer dazu geeignet ist, eine gewerbliche Beförderung von Personen vorzunehmen. Denn: nicht jeder eignet sich dazu, Menschen als Fahrgäste mit sich zu führen, weshalb der Gesetzgeber den Personenbeförderungsschein eingeführt, um eine größere Sicherheit zu gewährleisten. Denn egal ob normale Fahrgastbeförderung oder Behinderten- wie auch Schülertransport – immer da, wo Menschen im Spiel sind, ist auch eine höhere Belastbarkeit erforderlich.

 

 

Dokumente zum Personenbeförderungsschein

 

Damit die Fahrerlaubnis für die Fahrgastbeförderung beantragt werden kann, werden verschiedene Dokumente und Nachweise benötigt. Während die allgemeinen Unterlagen in allen Bundesländern gelten, muss nur in eigenen Bundesländern ein Passfoto mit dem Antrag eingereicht werden.

Für den Antrag auf Erstellung des Personenbeförderungsscheins werden folgende Dokumente benötigt:

  • Ein gültiger Personalausweis oder ein gültiger Reisepass
  • Der Führerschein. Dieser muss im neuen EU-Kartenformat sein. Sollte nur ein älterer Führerschein vorhanden sein, muss dieser VOR Antragstellung für den Personenbeförderungsschein in einen Führerschein im EU-Kartenformat umgetauscht werden. Hierbei sollte die zusätzliche Bearbeitungszeit mit einberechnet werden.
  • Ein Führungszeugnis – das Führungszeugnis wird vom bearbeitenden Amt für den Antragsteller beantragt
  • Auszug auf dem Verkehrszentralregister – der Auszug auf dem Verkehrszentralregister wird vom bearbeitenden Amt für den Antragsteller beantragt.

Zudem müssen Nachweise zur körperlichen und geistigen Eignung erbracht werden:

  • Bescheinigung eines Arztes (oder Augenarztes, Arztes der Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin, einem Arzt der öffentlichen Verwaltung, Arzt beim Gesundheitsamt oder bei der Begutachtungsstelle für Fahreignung) über das Sehvermögen. Dieser Nachweis ist zwei Jahre nach Ausstellung gültig.
  • Eine Eignungsbescheinigung durch einen Arzt, auf dem amtlichen Vordruck für solche Untersuchungen. Dieser Nachweis darf nicht älter als ein Jahr sein, wenn damit der Personenbeförderungsschein beantragt wird.
  • Ein leistungspsychologisches Gutachten, das zur Überprüfung der Konzentrationsfähigkeit, Orientierungsleistung und der Reaktionsfähigkeit dient. Dieses Gutachten kann nur von Instituten ausgestellt werden, welche die technischen Voraussetzungen dafür mitbringen.

Zudem muss oftmals ein Nachweis der Ortskenntnis erbracht werden, dies ist jedoch bei der jeweiligen Zulassungsstelle zu erfragen, da es hierfür keine einheitlichen Regelungen gibt.